Wir können derzeit nicht nur keine neuen Therapieplätze anbieten – wir müssen unser Behandlungsangebot voraussichtlich sogar reduzieren!
Diese Entscheidung fällt uns außerordentlich schwer.
Seit Jahren übersteigt der Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung die verfügbaren Kapazitäten deutlich. Viele Menschen warten monatelang auf einen Therapieplatz – oftmals in einer Lebensphase, in der schnelle Hilfe dringend erforderlich wäre.
Die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen verschärfen diese Situation erheblich. Nach dem derzeitigen Stand drohen Änderungen bei der Vergütung ambulanter Psychotherapie, die für viele Praxen zu einer wirtschaftlich nicht mehr verlässlich planbaren Versorgung führen könnten. Unsere Sorge ist, dass dies die Behandlung gesetzlich versicherter Patientinnen und Patienten weiter erschweren wird.
Aus Verantwortung gegenüber unseren bereits in Behandlung befindlichen Patientinnen und Patienten und aufgrund der fehlenden Planungssicherheit sehen wir uns gezwungen, keine Warteliste zu führen und unser Behandlungsangebot voraussichtlich zu verkleinern.
Das ist nicht nur für unsere Praxis eine belastende Entwicklung – sie betrifft vor allem die Menschen, die dringend psychotherapeutische Hilfe benötigen.
Bitte machen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen sichtbar. Wenn Sie seit Monaten vergeblich auf einen Therapieplatz warten oder die Versorgungslage Sie unmittelbar betrifft, wenden Sie sich an die Abgeordneten Ihres Wahlkreises. Politische Entscheidungen haben unmittelbare Auswirkungen darauf, ob Menschen mit psychischen Erkrankungen rechtzeitig die notwendige Behandlung erhalten.
Weiterführende Informationen, aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten zur Unterstützung finden Sie beim Aktionsbündnis Psychotherapie. Dort werden die geplanten Änderungen sowie deren mögliche Folgen für Patientinnen und Patienten verständlich erläutert.
Psychotherapie ist keine freiwillige Zusatzleistung. Sie ist eine notwendige medizinische Versorgung. Wer sie braucht, muss sie auch erhalten können.
